Lernprofile - was ist das?

Jeder Mensch ist einzigartig und besonders. In jedem von uns stecken Talente, Stärken aber auch Schwächen. Gerade beim Lernen zeigt sich, wie unterschiedlich der Einzelne ist. Jeder hat seinen eigenen Stil, wie er Informationen aufnimmt und verarbeitet. 

 

Dr. Paul Dennison und Gail Dennison entwickelten das Edu-K-Modell. Dieses Modell beschreibt, welche Gehirnhälfte bei einem Menschen dominiert (Logik oder Gestalt), ob er das linke oder rechte Auge bevorzugt, das linke oder rechte Ohr, das linke oder rechte Bein und ob er Rechts- oder Linkshänder ist. Diese Dominanzprofile beeinflussen entscheidend die Art und Weise wie Informationen aufgenommen und verarbeitet werden. Daraus erkennt man den jeweiligen Lernstil des Menschen. 

 

In den Schulen wird ein einheitlicher Lehrplan angewendet. Dieser berücksichtigt jedoch nicht die unterschiedlichen Dominanzprofile der einzelnen Schüler. Mit großem Zeitaufwand und ständigem Wiederholen wird versucht, den Schülern den Lernstoff zu vermitteln. Dieser Weg führt nicht bei allen zum Erfolg. Es gibt Schüler, die dennoch Schwierigkeiten haben, dem Unterricht zu folgen und fallen mitunter bei Prüfungen durch.   

Der Grund liegt mitunter darin, dass durch schulisches Lernen und Studium fast ausschließlich jene Gehirnhälfte trainiert wird, in der sich die Logik oder auch Analyse befindet. Bei Rechtshänder sitzt die Logik in der linken Gehirnhälfte und bei Linkshänder in der rechten Gehirnhälfte. In der jeweils anderen Gehirnhälfte sitzt die Gestalt oder auch Kreativität. Gerade diese Hemisphäre wird beim Lernen vernachlässigt obwohl jene wichtig für das Gesamtverständnis ist. Denn die kreative Hemisphäre hat die Eigenschaft Informationen gleichzeitig zu verarbeiten und besitzt eine komplexe Aufnahmefähigkeit. Die analytische Hemisphäre verarbeitet Informationen nacheinander, registriert Einzelheiten und kombiniert.

Jedes einseitige Lernen unterdrückt die jeweils andere Gehirnhälfte und den jeweiligen Sinn. Für ein dauerhaftes Lernen werden jedoch beide Gehirnhälften benötigt. Logik und Gestalt. 

 

Insgesamt gibt es 32 Dominanzprofile. Welches Profil jeder einzelne aufweist, kann ich mithilfe des kinesiologischen Muskeltest in Erfahrung bringen. Auf dieser Grundlage erstelle ich ein Lernprofil, bei der ersichtlich wird, wie der Schüler derzeit lernt. In weiterer Folge beschreibt das Lernprofil auch den Weg, wie der Schüler Zugriff auf sein ganzes Gehirn bekommt und welcher Sitzplatz in der Klasse der geeignetste ist.