Die Sicht der Dinge....

Nahezu jeder kennt dieses altbekannte Symbol von Yin und Yang. Dem weiblichen Prinzip (Yin=schwarz) und dem männlichen Prinzip (Yang=weiß).

 

 

In diesem Symbol ist deutlich erkennbar, dass Yin und Yang gleich groß sind. Außerdem, dass sich in Yin ein kleiner Anteil von Yang befindet und in Yang ein kleiner Anteil von Yin. Es ist ein Symbol das Harmonie und Vollkommenheit ausstrahlt. Es ist alles da, nichts fehlt. So auch die Schöpfung. Alles ist da und Vollkommen.

Doch es liegt im Auge des Betrachters, ob uns die Fülle und Vollkommenheit auffällt.  

 

Nehmen wir das Beispiel von Mann und Frau. In einigen Kulturen herrscht das sogenannte Patriarchat, eine Lebensform in denen die Frauen den Männern untergeordnet sind. Doch wer glaubt, dass es nicht genauso eine Lebensweise gibt, in der Frauen eine herrschende Rolle innehaben und Männer ihnen untergeordnet sind, der irrt. Auf der indonesischen Insel Sumatra leben die Minangkabau, die größte matriarchalische Gesellschaft der Welt. Und das überraschende dabei ist, die Frauen die dort herrschen sind Musliminnen. Egal ob Matriarchat oder Patriarchat. Eines steht fest: jedes Geschlecht hat seine Besonderheiten. Das zeigt sich auch im Symbol von Yin und Yang. Frauen und Männer sind gleichermaßen wichtig. Denn der eine kann ohne den anderen auf diesem Planeten nicht überleben. 


Mann und Frau, gut und böse, arm und reich…. in all diesen Dingen steckt eine menschliche Wertung dahinter. Was ist besser, was schlechter? Wir urteilen unentwegt und es fällt uns nicht einmal auf. Zu teuer, zu schlecht, zu laut…. in dieser Sichtweise steckt Ablehnung dahinter. Zu reich, zu schön, zu talentiert…. in dieser Denkweise steckt Neid dahinter. Beides, Ablehnung und Neid, haben eine niedrige Schwingungsfrequenz und können uns regelrecht runterziehen. Niemand kann sich vollkommen glücklich und zufrieden fühlen, wenn er gleichzeitig neidisch auf beispielsweise seinen Nachbarn ist, da dieser ein größeres und wertvolleres Auto fährt. Vielleicht sollte man sich die Frage stellen, was dieser Nachbar dafür geben muss, um sich dieses Auto leisten zu können. Vielleicht hat er in seiner Firma eine höhere Position und macht regelmäßig viele Überstunden, dabei würde er gerne diese Zeit mit seiner Familie verbringen. Gerade dieser Nachbar könnte in umgekehrter Weise neidisch auf jenen Nachbarn sein, der zwar ein kleineres Auto fährt, dafür aber mehr Zeit mit seiner Familie verbringt. Oft ist es so, dass man gerne das haben möchte, was ein anderer hat und dabei nicht erkennt was man schon hat.

 

Hier ein weiteres Beispiel, wie die Dinge betrachtet werden können. Es gibt Waren die viel kosten und welche von denen weniger Geld verlangt wird. Anstelle sich darüber aufzuregen, dass diverse Waren für einen persönlich zu teuer sind, könnte man sich genauso gut die Frage stellen, ob dieser Gegenstand wirklich benötigt wird. Wir haben stets die freie Wahl uns zu entscheiden, ob und was wir für unser Geld kaufen wollen.
Geld - eines der großen Themen unserer Gesellschaft. Es gibt Menschen, die viel Geld besitzen und es gibt Menschen, die nicht im materiellen Überfluss leben. Doch wer sagt, dass die reichen Leute die glücklicheren sind? Ein Mensch, der nicht im materiellen Überfluss lebt, kann dafür im spirituellen Überfluss leben und hierbei absolute Glückseligkeit empfinden. Dieser Mensch hat somit einfach alles.
Bevor Neid und Missgunst aufkommt, sollte man sich selber einmal die Frage stellen: bin ich glücklicher wenn ich das habe was der andere hat, oder habe ich bereits alles was ich brauche? Wenn man hierbei zur Erkenntnis kommt, dass man bereits alles hat was man braucht, dann ist alles zusätzliche nur noch Luxus. Und wer sich Luxus leisten kann, der ist doch reich – oder?

Um mehr aus unserer Wertung herauszukommen könnten wir folgendes tun: bemühen wir uns doch bei nächster Gelegenheit über eine Situation nicht vorschnell zu urteilen. Stattdessen können wir die Dinge aus einer anderen Perspektive betrachten. Aus einem Blickwinkel, in der die Gegebenheiten des Lebens mit einem „sowohl als auch“ angesehen werden. Denn wer kann schon sagen, dass gerade die eigene Sicht- und Denkweise die allgemein gültige Wahrheit ist. Jeder einzelne von uns hat seine persönliche Vorstellung von richtig und falsch. Sie wurde geprägt von unseren Eltern, Gesellschaft, Kultur, Schule und Glauben. Jeder hat somit seine persönliche Sicht der Dinge. Der Optimist erkennt das Glas Wasser als halb voll, der Pessimist sieht es als halb leer an. Es macht keinen Unterschied aus welcher Sicht man es betrachtet. Das Glas ist zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Egal ob halb voll oder halb leer. Es ist einfach so.